Ist ein Euro gegen Depression zuviel?

Vor kurzem habe ich einem Redakteur der Initiative “Pharma Fakten” (www.pharma-fakten.de, laut Website eine “Initiative von Arzneimittelherstellern in Deutschland”) ein kurzes Interview zur Marktrücknahme von Vortioxetin in Deutschland gegeben. Ausgangspunkt war die Frage, ob die Behandlung von Patienten mit Depression mit einem neuen Antidepressivum den Krankenversicherungen nicht Tagestherapiekosten von einem Euro wert hätte sein müssen. Weiterlesen

Gemeinsamer Bundesausschuss: Vortioxetin ohne Zusatznutzen

Am 15. Oktober 2015 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in Berlin seinen abschließenden Beschluss im Nutzenbewertungsverfahren zum neuen Antidepressivum Vortioxetin veröffentlicht. Der G-BA hat sich der Bewertung des IQWiG angeschlossen, dass Vortioxetin gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie, der Gruppe der selektiven Serotonin-Rückaufnahmehemmer (SSRI), keinen Zusatznutzen aufweist.

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Neuzulassungen der FDA 2013

Wie in den vergangenen Jahren befasst sich ein Beitrag in der Februar-Ausgabe von Nature Reviews Drug Discovery mit den von der amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde FDA im Jahr 2013 zugelassenen Arzneimitteln (Mullard, Nat Rev Drug Discov 2014; 13: 85-89; zu dem entsprechenden Bericht für 2012 siehe meinen Beitrag vom 28. Februar 2013).

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Neues Antidepressivum: Vortioxetin in den USA zugelassen

Am 30. September 2013 hat die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA die Zulassung von Vortioxetin (Brintellix®; früher Lu AA21004) zur Behandlung depressiver Störungen bekannt gegeben. Bei der europäischen EMA wurde die Zulassung im September 2012 beantragt. Mit der Zulassung in der EU sollte daher in Kürze zu rechnen sein. Die Substanz wurde auch bei der Generalisierten Angststörung (GAD) geprüft. Vortioxetin wird von Takeda und Lundbeck gemeinsam vermarktet. Weiterlesen