Beschränkung des Zugangs zu Schusswaffen reduziert Suizidraten

Am 18. Mai 2003 beschloss die Schweiz in einer Volksabstimmung eine Reform ihrer Armee. Man trug damit der veränderten Sicherheitslage in Mitteleuropa Rechnung. Mit der Reform (Armee XXI) war vor allem eine erhebliche Reduktion der Truppenstärke verbunden. Im Jahr 2003 hatte die Schweiz noch 400.000 Soldaten, nach der Reform halbierte sich ihre Zahl auf 200.000. Die Soldaten gingen früher als zuvor in den Ruhestand (im Alter von 33 anstelle von zuvor 43 Jahren), die Zahl der Rekruten nahm ab, und der Preis für die Waffe, die sie Soldaten nach ihrer Versetzung in den Ruhestand traditionell kaufen konnten, wurde erhöht. Außerdem wurde ein Waffenschein Pflicht. Damit hatte die Reform eine wesentliche Reduktion der Zahl der verfügbaren Schusswaffen in der Schweiz zur Folge.

Im American Journal of Psychiatry berichten nun Thomas Reisch von der Psychiatrischen Universitätsklinik in Bern, Schweiz, und Kollegen, wie sich die Suizidraten in der Schweiz nach der Armeereform veränderten (Reisch et al., Am J Psychiatry 2013; 170:977-984). Weiterlesen