Aktuelles zu Demenzen: Prävention, Früherkennung, Behandlung

Am 15. Mai 2013 habe ich im Rahmen des Seniorenstudiums an der RWTH Aachen eine Vorlesung zum Thema “Aktuelles zu Demenzen: Prävention, Früherkennung, Behandlung” gehalten. Das Interesse war riesig, der Hörsaal war mit mehr als 200 Zuhörern bis in die letzte Reihe gefüllt. Weiterlesen

Berichte vom 51. ACNP-Kongress — IV. Galantamin vermindert die Mortalität bei Alzheimer-Demenz

Heute möchte ich erneut vom 51. Kongress des amerikanischen College of Neuropsychopharmacology (ACNP), 2. – 6. Dezember 2012 in Hollywood, Florida, berichten, obwohl der Kongress bereits beendet ist. Die Studie wurde als Poster präsentiert, sie hätte es aber meines Erachtens in die „Highlights“-Session bringen müssen, in der leider die präklinischen Arbeiten dominierten (siehe dazu mein letztes Posting vom 4.12.2012).

Acetylcholinesterase-Hemmer stehen auch in Deutschland noch immer in dem Ruf, bei Patienten mit einer Demenz vom Alzheimer-Typ von zweifelhaftem Nutzen zu sein. Ihre Wirkung sei begrenzt und stehe in keinem vernünftigen Verhältnis zu den unerwünschten Wirkungen und den Kosten. Weiterlesen

Mäßige körperliche Aktivität reduziert das Demenzrisiko

In der neuesten Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Stroke konnte ein europäisches Forscherkonsortium, zu dem auch eine deutsche Gruppe gehört (Neurologische Klinik der Universität Heidelberg am Klinikum Mannheim), erneut zeigen, dass schon sehr mäßige körperliche Aktivität das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, deutlich senkt (Verdelho et al., Stroke 2012, im Druck).

In der LADIS (Leukoaraiosis and Disability) -Studie wird prospektiv die Bedeutung von computer- oder kernspintomographischen Veränderungen der weißen Substanz für die spätere Entwicklung von Behinderung untersucht. Leukoaraiosis beschreibt diffuse Auffälligkeiten der weißen Substanz, wie sie in CT- oder MRT-Untersuchungen oft als Zufallsbefund auch bei Gesunden beobachtet werden. In den letzten Jahren ist zunehmend klar geworden, dass solche Veränderungen bei Menschen mit vaskulären Risikofaktoren gehäuft auftreten und eine gewisse Bedeutung auch für die Entwicklung zerebrovaskulärer Erkrankungen und Demenzen zu haben scheinen.

In der jetzt erschienenen Publikation Weiterlesen