Suvorexant: Das perfekte Schlafmittel?

In der Ausgabe von Science Translational Medicine vom 3. April 2013 berichten Uslaner und Mitarbeiter von dem amerikanischen Pharmakonzern Merck von einer neuen Klasse von Hypnotika, die durch einen ganz neuen Wirkmechanismus charakterisiert sind (Uslaner et al., Sci Transl Med 2013). Es handelt sich um sogenannte DORAs (dual orexin receptor antagonists). In einem Editorial in der Ausgabe von Science vom 5. April 2013 stellt Emmanuel Mignot von der Stanford University in Kalifornien dazu die Frage, ob es sich bei einem DORA um „das perfekte Schlafmittel“ („The Perfect Hypnotic?“) handeln könnte (Mignot, Science 2013). Weiterlesen

Antipsychotika: Was kommt Neues?

In meinem Post vom 6. März 2013 hatte ich auf die Zulassung des ersten inhalierbaren Antipsychotikums (Adasuve – Loxapin Staccato) hingewiesen, das uns voraussichtlich in wenigen Monaten zur Verfügung stehen wird. In den nächsten wenigen Jahren ist aber mit weiteren neuen Antipsychotika bzw. neuen galenischen Zubereitungen bereits zugelassener Substanzen zu rechnen, die im Einzelfall das verfügbare Armamentarium bereichern werden. Diese will ich hier kurz vorstellen. Weiterlesen

Naltrexon und Nalmefen für die Alkoholabhängigkeit: Bedeutsame Unterschiede?

In meinem Post vom 17. März 2013 habe ich darauf hingewiesen, dass die europäische Arzneimittelzulassungsbehörde EMA kürzlich den langwirksamen Opiatantagonisten Nalmefen für die Behandlung der Alkoholabhängigkeit zugelassen haben. In der aktuellen Ausgabe von Biological Psychiatry berichten nun Karl Mann vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und Kollegen in einer „Priority Communication“ über die Ergebnisse der bis heute größten Studie mit Nalmefen bei Patienten mit Alkoholabhängigkeit (Mann et al.,  2013). Weiterlesen

Arzneiverordnungsreport 2012: Antipsychotika

Die Antipsychotika habe ich bisher in meiner Berichterstattung über den Arzneiverordnungsreport nicht behandelt, dies möchte ich heute nachholen. Diese wichtige Arzneimittelgruppe wird in dem Kapitel „Psychopharmaka“ behandelt. Wie schon in meinem Post vom 9.11.2012 dargestellt, leidet die Qualität des Kapitels sehr unter der unsachlichen und wenig wissenschaftlichen Darstellung der beiden Autoren Lohse und Müller-Oerlinghausen. Damit möchte ich mich hier nicht im Detail auseinandersetzen, sondern mich im Wesentlichen auf die Diskussion der Zahlen beschränken. Weiterlesen