“Die Krise der Psychopharmaka” im Deutschlandfunk

Schon am Sonntag, den 2. April 2017, erschien im Deutschlandfunk eine Sendung zum Thema “Die Krise der Psychopharmakologie”. Darin wird über ein Symposium berichtet, das ich beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), im November 2016 in Berlin ausgerichtet hatte. Weiterlesen

Was bedeutet das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) für die Psychopharmakotherapie?

In der April-Ausgabe des “Nervenarzt” habe ich einen Artikel mit dem Titel “Bedeutung des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes für die Psychopharmakotherapie” veröffentlicht (Nervenarzt 2016; 87: 356-366). Das seit dem 1. Januar 2011 in Deutschland gültige Gesetz, abgekürzt als AMNOG,  hatte bereits in den letzten Jahren bedeutende Wirkungen auf die Verfügbarkeit von Psychopharmaka in Deutschland. Die weiteren Folgen des Gesetzes sind derzeit noch nicht vollständig absehbar, sie könnten aber langfristig sogar positiv nicht nur für die Psychopharmakotherapie, sondern für die gesamte Psychiatrie, sein. Der Artikel kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Warum liest man hier im Moment so wenig von mir? Ich arbeite an einem ganz neuen Webauftritt, der eine viel umfassendere Perspektive auf unser Fach – und nicht nur auf dieses – geben soll. Dies wird noch etwas dauern, und so lange wird es hier leider nur spärlich Neues geben. Ich bitte um Verständnis!

Was ist dran am “Hirndoping”?

Am 17. März 2015 hat die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK-Gesundheit) ihren Gesundheitsreport 2015 vorgestellt. Analysiert werden in dem jährlich erscheinenden Report die Daten zur Arbeitsunfähigkeit aller bei der DAK-Gesundheit versicherten Berufstätigen. So waren 2014 psychische Erkrankungen für 16,6% aller Arbeitsunfähigkeitstage verantwortlich. Damit liegen sie hinter den Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems (22,7%) an zweiter Stelle der Statistik. Weiterlesen

Neuzulassungen der FDA 2013

Wie in den vergangenen Jahren befasst sich ein Beitrag in der Februar-Ausgabe von Nature Reviews Drug Discovery mit den von der amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde FDA im Jahr 2013 zugelassenen Arzneimitteln (Mullard, Nat Rev Drug Discov 2014; 13: 85-89; zu dem entsprechenden Bericht für 2012 siehe meinen Beitrag vom 28. Februar 2013).

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Schlechte Nachrichten nicht nur für Roche, sondern für die Psychiatrie

Am vergangenen Dienstag, den 21. Januar 2014, hat der Schweizer Pharma-Konzern Roche eine Presseerklärung zu den ersten Ergebnissen von zwei Studien der Phase III mit seinem Glycintransporter-Inhibitor Bitopertin (RG-1678) bei Patienten mit Schizophrenien veröffentlicht. Weiterlesen

Die innovativsten Medikamente der letzten 25 Jahre

In der Juni-Ausgabe von Nature Reviews Drug Discovery veröffentlichten Aaron Kesselheim und Jerry Avorn von der Harvard Medical School in Boston, Massachusetts, die Ergebnisse ihrer Umfrage unter Ärzten nach den innovativsten Medikamenten (eigentlich Medikamente, die die Arzneimitteltherapie am stärksten umgestaltet haben, im Original „the most transformative drugs“) der letzten 25 Jahre (Kesselheim und Avorn, Nat Rev Drug Discov 2013, 12: 425-431). Weiterlesen

Arzneiverordnungsreport 2012: Tranquilizer

Heute möchte ich mich erneut mit dem Arzneiverordnungsreport 2012 befassen. Das Posting ist kurz, da die Gruppe der Tranquilizer (im Report als “Tranquillantien” bezeichnet) sehr kurz abgehandelt wird, wahrscheinlich, weil die Verordnungszahlen in dieser Gruppe seit Jahren abnehmen.

Die Verordnung von Tranquillantien, das sind vornehmlich Benzodiazepine, nimmt seit 1992, dem Jahr mit dem Maximum an Verordnungen (333 Mio. DDD), kontinuierlich ab. Weiterlesen

Arzneiverordnungsreport 2012: Was tut sich auf dem Arzneimittelmarkt?

Auch 2012 setzt sich der im Springer-Verlag publizierte „Arzneiverordnungsreport“ auf mehr als 1000 Seiten wieder in der gewohnt kritischen Form mit den Entwicklungen auf dem deutschen Arzneimittelmarkt im zurückliegenden Jahr auseinander (Schwabe und Paffrath 2012). In vier allgemeinen Kapiteln (Arzneiverordnungen 2011 im Überblick; Neue Arzneimittel; Nutzenbewertung von Arzneimitteln; Ökonomische Aspekte des deutschen Arzneimittelmarktes 2011) und 40 nach Indikationsgruppen geordneten Kapiteln wird Ärztinnen und Ärzten eine Fülle von wichtigen Informationen geboten, die der näheren Betrachtung wert sind.

Das Kapitel „Psychopharmaka“ wurde gemeinsam von dem Würzburger Pharmakologen Prof. Martin Lohse und dem emeritierten Berliner Pharmakologen Prof. Bruno Müller-Oerlinghausen verfasst. Sie besprechen diese in sechs Untergruppen: Tranquillantien, Antidepressiva (mit Lithiumsalzen), Neuroleptika, Psychostimulanzien, Mittel zur Behandlung von Alkoholfolgekrankheiten und pflanzliche Psychopharmaka. „Antidementiva“, „Sedativa und Hypnotika“ sowie „Antiepileptika“, die auch als Stimmungsstabilisierer in der Psychiatrie breite Verwendung finden, werden in eigenen Kapiteln besprochen. Mit diesen werde ich mich in späteren Postings befassen.

Bei der allgemeinen Darstellung des Verordnungsspektrums stellen die Autoren zunächst fest, Weiterlesen