Depression in der Schwangerschaft: Behandeln oder nicht behandeln?

Das Auftreten einer Depression in der Schwangerschaft stellt eine besondere therapeutische Herausforderung dar, sind doch hier Nutzen und Risiken einer Pharmakotherapie besonders sorgfältig gegeneinander abzuwägen. Wenn die Indikation für eine antidepressive Pharmakotherapie in der Schwangerschaft überprüft wird, wird gerne vergessen, dass nicht nur die medikamentöse Therapie mit Risiken assoziiert ist, sondern auch eine mögliche Nicht-Behandlung. Weiterlesen

Berichte vom 51. ACNP-Kongress — I. Botulinumtoxin A als Antidepressivum

Beim 51. Kongress des amerikanischen College of Neuropsychopharmacology (ACNP), 2. – 6. Dezember 2012 in Hollywood, Florida, berichteten Eric Finzi und Norman Rosenthal vom Chevy Chase Cosmetic Center in Chevy Chase, Maryland, heute in der „Hot Topics“ Session über die Ergebnisse ihrer doppel-blinden, placebo-kontrollierten Studie mit Botulinum-Toxin A bei Patienten mit einer Depression. Schon Charles Darwin schlug vor, dass nicht unbedingt die Stimmung eines Menschen ihren Niederschlag in dessen mimischem Ausdruck findet, sondern dass umgekehrt bestimmte mimische Haltungen auf Stimmung und Emotionalität zurückwirken können. Diese Hypothese wurde später von dem amerikanischen Psychologen William James zur „facial feedback hypothesis“ ausgebaut. Darwin war es auch, der beschrieb, dass depressive Menschen unter einer Überaktivität des Korrugators (Musculus corrugator supercilii, der „Stirn- oder Augenbrauenrunzler“) leiden. Injiziert man Botulinumtoxin in die Glabellaregion (die Region oberhalb der Nasenwurzel), so wird das Stirnrunzeln für etwa drei Monate effektiv gelähmt.

Finzi schloss in seine Studie Patienten mit einer depressiven Störung ein.  Weiterlesen