Sind Antidepressiva bei Kindern und Jugendlichen mit Depression wirksam?

Eine bedeutsame Kontroverse hat eine kürzlich hochrangig publizierte Metaanalyse hervorgerufen, die sich mit der Frage der Wirksamkeit von Antidepressiva bei Kindern und Jugendlichen mit Depression befasst hat. Diese Metaanalyse wird nun in einer aktuellen Übersicht erheblich kritisiert. Die beiden Arbeiten kommen – ähnlich wie die begleitenden Editorials – zu sehr unterschiedlichen Schlussfolgerungen, die den Kliniker erst einmal ratlos zurücklassen.

Anne Garti / pixelio.de

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Ist ein Euro gegen Depression zuviel?

Vor kurzem habe ich einem Redakteur der Initiative “Pharma Fakten” (www.pharma-fakten.de, laut Website eine “Initiative von Arzneimittelherstellern in Deutschland”) ein kurzes Interview zur Marktrücknahme von Vortioxetin in Deutschland gegeben. Ausgangspunkt war die Frage, ob die Behandlung von Patienten mit Depression mit einem neuen Antidepressivum den Krankenversicherungen nicht Tagestherapiekosten von einem Euro wert hätte sein müssen. Weiterlesen

Vorlesungsvideo “Affektive Störungen, Teil 2” ist jetzt online

Am Freitag, den 21. Februar 2014, habe ich den zweiten Teil meiner Vorlesung zum Thema “Affektive Störungen” im Rahmen der Hauptvorlesung “Psychiatrie und Psychotherapie” am Universitätsklinikum Aachen gehalten. Weiterlesen

Neues Vorlesungsvideo “Affektive Störungen, Teil 1” ist jetzt online

Am Freitag, den 14. Februar 2014, habe ich den ersten Teil meiner Vorlesung zum Thema “Affektive Störungen” im Rahmen der Hauptvorlesung “Psychiatrie und Psychotherapie” am Universitätsklinikum Aachen gehalten. Weiterlesen

Neues zur kardialen Sicherheit von Citalopram

In der Januar-Ausgabe des American Journal of Psychiatry sind zwei Editorials erschienen, die sich erneut mit der kardialen Sicherheit von Citalopram beschäftigen. Ich habe zu der Diskussion im vergangenen Jahr einen Beitrag veröffentlicht. In meinem Post vom 4. Mai 2013 hatte ich auf die Studie von Zivin et al. (2013), die ebenfalls im American Journal of Psychiatry erschienen war, hingewiesen. Weiterlesen

Ist der Glycintransporter-Inhibitor Sarkosin auch bei Depression wirksam?

Inhibitoren des Glycintransporters vom Typ 1 (GlyT1) zählen derzeit zu den aussichtsreichsten Substanzen zur medikamentösen Behandlung psychischer Störungen. Ihre Anwendung bei schizophrenen Störungen ist am weitesten entwickelt, der GlyT1-Inhibitor der Firma Roche (Bitopertin®) befindet sich in klinischen Studien der Phase III. Weiterlesen

Vorlesung “Neurobiologie affektiver Störungen” ist jetzt online

Hier ist das Video meiner Vorlesung “Neurobiologie affektiver Störungen”, gehalten am 15. Oktober 2013 im Rahmen des Systemblocks Psyche (Modellstudiengang 5. Semester) am Universitätsklinikum Aachen. Weiterlesen

Depression in der Schwangerschaft: Behandeln oder nicht behandeln?

Das Auftreten einer Depression in der Schwangerschaft stellt eine besondere therapeutische Herausforderung dar, sind doch hier Nutzen und Risiken einer Pharmakotherapie besonders sorgfältig gegeneinander abzuwägen. Wenn die Indikation für eine antidepressive Pharmakotherapie in der Schwangerschaft überprüft wird, wird gerne vergessen, dass nicht nur die medikamentöse Therapie mit Risiken assoziiert ist, sondern auch eine mögliche Nicht-Behandlung. Weiterlesen

Berichte vom 51. ACNP-Kongress — I. Botulinumtoxin A als Antidepressivum

Beim 51. Kongress des amerikanischen College of Neuropsychopharmacology (ACNP), 2. – 6. Dezember 2012 in Hollywood, Florida, berichteten Eric Finzi und Norman Rosenthal vom Chevy Chase Cosmetic Center in Chevy Chase, Maryland, heute in der „Hot Topics“ Session über die Ergebnisse ihrer doppel-blinden, placebo-kontrollierten Studie mit Botulinum-Toxin A bei Patienten mit einer Depression. Schon Charles Darwin schlug vor, dass nicht unbedingt die Stimmung eines Menschen ihren Niederschlag in dessen mimischem Ausdruck findet, sondern dass umgekehrt bestimmte mimische Haltungen auf Stimmung und Emotionalität zurückwirken können. Diese Hypothese wurde später von dem amerikanischen Psychologen William James zur „facial feedback hypothesis“ ausgebaut. Darwin war es auch, der beschrieb, dass depressive Menschen unter einer Überaktivität des Korrugators (Musculus corrugator supercilii, der „Stirn- oder Augenbrauenrunzler“) leiden. Injiziert man Botulinumtoxin in die Glabellaregion (die Region oberhalb der Nasenwurzel), so wird das Stirnrunzeln für etwa drei Monate effektiv gelähmt.

Finzi schloss in seine Studie Patienten mit einer depressiven Störung ein.  Weiterlesen