“Die Krise der Psychopharmaka” im Deutschlandfunk

Schon am Sonntag, den 2. April 2017, erschien im Deutschlandfunk eine Sendung zum Thema “Die Krise der Psychopharmakologie”. Darin wird über ein Symposium berichtet, das ich beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), im November 2016 in Berlin ausgerichtet hatte. Weiterlesen

„Atypische“ Antipsychotika: Am Ende doch die bessere Wahl?

Seit der Publikation der drei sogenannten „Effectiveness“-Studien CATIE (Clinical Antipsychotic Trials of Intervention Effectiveness; Lieberman et al., N Engl J Med 2005; 353: 1209–23), CUtLASS (Cost Utility of the Latest Antipsychotic Drugs in Schizophrenia; Jones et al., Arch Gen Psychiatry 2006; 63: 1079–87) und EUFEST (European First Episode Schizophrenia Trial; Kahn et al., Lancet 2008; 371: 1085–97) zwischen 2005 und 2008 zum Vergleich von sog. „klassischen“ (oder Antipsychotika der ersten Generation, engl. first-generation antipsychotics, FGA) und sog. „atypischen“ Antipsychotika (oder Antipsychotika der zweiten Generation, engl. second-generation antipsychotics, SGA), ist die Diskussion um die Frage, ob die letzteren einen Vorteil bei der Behandlung von Patienten mit schizophrenen Störungen bieten, mehr oder weniger verstummt. Weiterlesen

Neues Antipsychotikum: FDA lässt Cariprazin zu

Am 17. September 2015 hat die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) das neue Antipsychotikum Cariprazin für die Behandlung von Schizophrenien und manischen oder gemischten Episoden im Rahmen von bipolaren Störungen zugelassen.

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Bildnachweis: M. Großmann / www.pixelio.de

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Was sind eigentlich “Psychopillen”?

Am 26. Januar 2015 hat Martina Lenzen-Schulte auf der Wissenschaftsseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung alle Vorurteile, die in der Bevölkerung gegen Psychopharmaka bestehen, schon im Titel „Wenn Psychopillen das Gehirn schrumpfen lassen“ auf den Punkt gebracht. Man hätte das nicht von einer seriösen Zeitung erwartet, aber Titel aus der Boulevardpresse ziehen eben auch in der FAZ. Es stellt sich die Frage, was die Autorin eigentlich mit „Psychopillen“ meint. Weiterlesen

Lurasidon: Eine neue Therapieoption für die bipolare Depression?

In der Februar-Ausgabe des American Journal of Psychiatry wurden zwei Studien mit der neuen Substanz Lurasidon bei bipolarer Depression sowie ein darauf Bezug nehmendes Editorial publiziert, die mir sehr erwähnenswert erscheinen. Weiterlesen

Schlechte Nachrichten nicht nur für Roche, sondern für die Psychiatrie

Am vergangenen Dienstag, den 21. Januar 2014, hat der Schweizer Pharma-Konzern Roche eine Presseerklärung zu den ersten Ergebnissen von zwei Studien der Phase III mit seinem Glycintransporter-Inhibitor Bitopertin (RG-1678) bei Patienten mit Schizophrenien veröffentlicht. Weiterlesen

Aripiprazol-Depot: Zulassungsempfehlung in Europa

Am 19. September 2013 hat das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der European Medicines Agency (EMA) gegenüber der EU-Kommission die Empfehlung der Zulassung von Aripiprazol-Depot ausgesprochen. Damit ist mit der Zulassung noch in diesem Jahr zu rechnen. Die amerikanische FDA hat das Depotpräparat bereits am 28. Februar 2013 als Abilify Maintena® zugelassen, in den USA ist es bereits verfügbar. In Europa wird man mit dem Markteintritt realistisch nicht vor Mitte 2014 rechnen können.  Weiterlesen

Kann eine Langzeitbehandlung mit Antipsychotika zu strukturellen Hirnschäden führen?

In der September-Ausgabe von Der Nervenarzt erscheint eine “Pro und Kontra”-Debatte zum Thema: “Kann eine Langzeitbehandlung mit Antipsychotika zu strukturellen Hirnschäden führen?”. Die “Pro”-Position vertreten Volkmar Aderhold und Kollegen, ich habe die “Kontra”-Position verfasst (Gründer, Der Nervenarzt 2013; 84: 1120-1122).

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Antipsychotika: Weniger ist wieder mal mehr

Es ist heute klinischer Standard und Empfehlung aller Behandlungsleitlinien, nach Remission einer ersten psychotischen Episode eine antipsychotische Erhaltungstherapie für mindestens 12 Monate fortzuführen. Zahlreiche Studien belegen, dass das Rückfallrisiko zum Teil deutlich erhöht ist, wenn eine medikamentöse Behandlung vorzeitig beendet wird. In der September-Ausgabe von JAMA Psychiatry stellen Lex Wunderink und Kollegen aus den Niederlanden diese Behandlungsgewohnheiten jedoch zumindest zum Teil in Frage (Wunderink et al., JAMA Psychiatry 2013; 70: 913-920). Weiterlesen

Die innovativsten Medikamente der letzten 25 Jahre

In der Juni-Ausgabe von Nature Reviews Drug Discovery veröffentlichten Aaron Kesselheim und Jerry Avorn von der Harvard Medical School in Boston, Massachusetts, die Ergebnisse ihrer Umfrage unter Ärzten nach den innovativsten Medikamenten (eigentlich Medikamente, die die Arzneimitteltherapie am stärksten umgestaltet haben, im Original „the most transformative drugs“) der letzten 25 Jahre (Kesselheim und Avorn, Nat Rev Drug Discov 2013, 12: 425-431). Weiterlesen