„Repositionierung“ von bereits zugelassenen Medikamenten für die Behandlung der Demenz vom Alzheimer-Typ

Die medikamentöse Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einer Alzheimer-Demenz ist derzeit lediglich mit drei Acetylcholinesterase-Hemmern (Donepezil, Galantamin, Rivastigmin) und dem NMDA-Antagonisten Memantin möglich. Diese Substanzen führen zu einer symptomatischen Besserung von bis zu 12 Monaten Dauer (nach neuesten Ergebnissen sogar bis 24 Monate, siehe dazu meinen Post vom 13.12.2012). Sogenannte krankheitsmodifizierende Therapien sind leider nach wie vor nicht verfügbar. Im Gegenteil musste die pharmazeutische Industrie in der letzten Zeit zahlreiche zum Teil herbe Rückschläge bei der klinischen Prüfung neuer derartiger Therapien hinnehmen. Trotz des enormen wirtschaftlichen Potentials, das ein neues Medikament hätte, das den Krankheitsprozess verzögert, befinden sich wegen des hohen wirtschaftlichen Risikos, das diese Forschung darstellt, derzeit nur wenige Substanzen in der klinischen Prüfung der Phasen II und III (gegenüber weit mehr als 1000 Medikamenten gegen Krebserkrankungen). Weiterlesen