Warum ich Psychiater bin

Im Rahmen des Modellstudienganges Medizin an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen habe ich im Sommersemester 2014 eine kleine Gruppe von Studierenden für ein Videoprojekt gewinnen können. Hier haben wir verschiedene Videos erstellt, die wir zu einem kleinen Film über Innenansichten aus der Psychiatrie zusammenschneiden möchten. An einem der Termine hat mich – relativ spontan – eine Studentin interviewt. Darin geht es um die Motive, die mich zur Psychiatrie gebracht haben und besondere Ereignisse aus meinem Berufsleben. Das Video habe ich schon vor zwei Wochen in Youtube hochgeladen. Es findet sich hier. Oder Sie sehen es sich gleich hier an:

2 Gedanken zu „Warum ich Psychiater bin

  1. Durch Zufall bin ich auf ihr Video gestoßen. Ihre offene Art vor den Studenten auch über eigene Fehler und Zweifel zu reden hat mich beeindruckt.
    Ich selbst bin seit über 20 Jahren niedergelassener Psychiater. Bei ihrer letzten (positiven) Patientin hätte ich etwas anders reagiert.
    Ich hätte zunächsr versucht herauszufinden, ob sie selbst das Neurolleptikum eher beibehalten oder absetzen möchte. Im lezteren Fall hätte ich ihr geraten das Risperidon unter regelmäßiger psychiatrischer Kontrolle um 0,5 oder 1,0 mg alle 3 – 6 Monate zu reduzieren. Wenn es unter diesem Vorgehen zu einem erneuten Auftreten von leichten psychotischen Symptomen kommt, ist dies in der Regel wieder leicht durch eine Dosiserhöhung “einzufangen”.

  2. Als “laien”interessierter bin ich über Ihre Videos im www gestolpert und bin beieindruckt und erfreut über Ihre Art Problemverständnis durch strukturierte Sprache zu wecken. Sie tragen zur weiteren Entstigmatisierung und Enttabuisierung bei. Auch ihr “persönliches” Erleben aus ihrer jahrelangen Praxis welches Sie mitteilen hat mich gebannt auf mein Mobiles Elektroscheibenimpulslichtgerät blicken lassen. Einen herzlichen Dank dafür, bleiben Sie gesund und machen Sie weiter auf diesem Wege

    Burkhard Diederichs

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