Psychiaterinnen und Psychiater für eine bessere Welt

Am 7. Juli 2016 ist das neue Studierendenmagazin “Der Student” erschienen. Das Magazin erscheint als Printversion  und ist online (www.the-student.eu) verfügbar. Die Herausgeber haben mich um einen Gastbeitrag für ihre Erstausgabe gebeten, den ich hier in identischer Form wiedergebe. Man beachte, dass die orthographischen Fehler im Titel von den Herausgebern eingeführt wurden, Druckfahnen lagen  mir bedauerlicherweise vor Drucklegung nicht vor. Hier ist der Text: Weiterlesen

„Atypische“ Antipsychotika: Am Ende doch die bessere Wahl?

Seit der Publikation der drei sogenannten „Effectiveness“-Studien CATIE (Clinical Antipsychotic Trials of Intervention Effectiveness; Lieberman et al., N Engl J Med 2005; 353: 1209–23), CUtLASS (Cost Utility of the Latest Antipsychotic Drugs in Schizophrenia; Jones et al., Arch Gen Psychiatry 2006; 63: 1079–87) und EUFEST (European First Episode Schizophrenia Trial; Kahn et al., Lancet 2008; 371: 1085–97) zwischen 2005 und 2008 zum Vergleich von sog. „klassischen“ (oder Antipsychotika der ersten Generation, engl. first-generation antipsychotics, FGA) und sog. „atypischen“ Antipsychotika (oder Antipsychotika der zweiten Generation, engl. second-generation antipsychotics, SGA), ist die Diskussion um die Frage, ob die letzteren einen Vorteil bei der Behandlung von Patienten mit schizophrenen Störungen bieten, mehr oder weniger verstummt. Weiterlesen

Was bedeutet das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) für die Psychopharmakotherapie?

In der April-Ausgabe des “Nervenarzt” habe ich einen Artikel mit dem Titel “Bedeutung des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes für die Psychopharmakotherapie” veröffentlicht (Nervenarzt 2016; 87: 356-366). Das seit dem 1. Januar 2011 in Deutschland gültige Gesetz, abgekürzt als AMNOG,  hatte bereits in den letzten Jahren bedeutende Wirkungen auf die Verfügbarkeit von Psychopharmaka in Deutschland. Die weiteren Folgen des Gesetzes sind derzeit noch nicht vollständig absehbar, sie könnten aber langfristig sogar positiv nicht nur für die Psychopharmakotherapie, sondern für die gesamte Psychiatrie, sein. Der Artikel kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Warum liest man hier im Moment so wenig von mir? Ich arbeite an einem ganz neuen Webauftritt, der eine viel umfassendere Perspektive auf unser Fach – und nicht nur auf dieses – geben soll. Dies wird noch etwas dauern, und so lange wird es hier leider nur spärlich Neues geben. Ich bitte um Verständnis!

Neues Antipsychotikum: FDA lässt Cariprazin zu

Am 17. September 2015 hat die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) das neue Antipsychotikum Cariprazin für die Behandlung von Schizophrenien und manischen oder gemischten Episoden im Rahmen von bipolaren Störungen zugelassen.

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Bildnachweis: M. Großmann / www.pixelio.de

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Gemeinsamer Bundesausschuss: Vortioxetin ohne Zusatznutzen

Am 15. Oktober 2015 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in Berlin seinen abschließenden Beschluss im Nutzenbewertungsverfahren zum neuen Antidepressivum Vortioxetin veröffentlicht. Der G-BA hat sich der Bewertung des IQWiG angeschlossen, dass Vortioxetin gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie, der Gruppe der selektiven Serotonin-Rückaufnahmehemmer (SSRI), keinen Zusatznutzen aufweist.

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Bildnachweis: l-vista / pixelio.de

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Achtsamkeit: Ein neues (Heils-) Versprechen der Psychiatrie?!

“Ein neues Grenzgebiet in der Behandlung psychischer Störungen und anderer chronischer Erkrankungen kommt nicht von der pharmazeutischen Industrie, sondern von innen, da Achtsamkeitstechniken Zugkraft gewinnen.“ So beginnt eine Übersicht in der Ausgabe vom 6. Oktober 2015 des Journal of the American Medical Association (JAMA), verfasst von Laura Buchholz, beim JAMA angestellte Autorin.

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© Andreas Hermsdorf, www.pixelio.de

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Hustensaft gegen Agitiertheit bei Alzheimer-Demenz

Unruhe und Aggression sind nicht nur für die Betroffenen, sondern gerade für die Betreuer von Menschen, die an einer Alzheimer-Demenz erkrankt sind, eine besondere Belastung. Diese Symptome, die auch Angst, Irritierbarkeit, Depression, Apathie, Enthemmung, Wahn und Halluzinationen sowie Störungen von Schlaf und Appetit umfassen, werden im englischen Schrifttum als Behavioral and Psychological Symptoms of Dementia (BPSD) zusammengefasst. Weiterlesen